Zu teure Konzerttickets: Jetzt äußert sich Helene Fischer zu der Diskussion

- Advertisement -

Helene Fischer steht derzeit nicht nur wegen ihrer Shows im Rampenlicht, sondern auch wegen einer Frage, die viele Fans umtreibt: Warum sind Konzerttickets inzwischen so teuer? Genau dazu hat sich die Sängerin nun geäußert – und ihre Worte lassen aufhorchen.

- Advertisement -

Zwischen Glanz und Gegenwind

Image: IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Helene Fischer befindet sich derzeit auf Jubiläumstournee. In München gab sie am Freitag ihr Abschlusskonzert. Die Tour war ein großer Erfolg, doch selbst ein Star wie sie konnte nicht jedes Stadion komplett füllen.

- Advertisement -

In den vergangenen Wochen mussten mehrere Musiker Konzerte absagen, weil zu wenige Tickets verkauft wurden. Viele Fans sehen einen Hauptgrund dafür in den stark gestiegenen Kartenpreisen.

Nun hat sich auch Helene Fischer in den „Tagesthemen“ zu dem Thema geäußert. Dabei erklärte sie, warum große Shows heute so teuer sind – und warum sie die Sorgen vieler Fans trotzdem versteht.

- Advertisement -

Sind Konzerte bald nur noch für Wohlhabende?

Image: IMAGO / IMAGO / Bildagentur Monn
Image: IMAGO / IMAGO / Bildagentur Monn

In den „Tagesthemen“ wurde Helene Fischer gefragt, ob große Events wie Weltmeisterschaften oder Konzerte künftig nur noch für privilegierte und wohlhabende Menschen bezahlbar seien.

Die Sängerin antwortete offen: „In der Tat machen wir uns im Vorfeld wahnsinnig lange darüber Gedanken, auf der anderen Seite: Wir haben Hunderte von Menschen, die an so einer großen Show arbeiten.“

Damit macht Fischer deutlich, dass hinter einer Stadionproduktion nicht nur der Künstler selbst steht. Eine Show dieser Größenordnung beschäftigt zahlreiche Menschen – von Technik über Bühne bis Organisation.

Große Show, große Kosten

Image: IMAGO / IMAGO / Funke Foto Services
Image: IMAGO / IMAGO / Funke Foto Services

Die günstigsten Tickets für Helenes 360°-Show kosteten je nach Stadt zwischen 71 und 90 Euro. Für viele Fans ist das bereits viel Geld.

Fischer verweist jedoch darauf, dass solche Produktionen enorme Kosten verursachen. Sie sagt: „Wir schaffen irgendwo auch Arbeitsplätze“ und erklärt außerdem, dass die „Materialkosten immer teurer werden“.

Allein in München standen laut „Tagesthemen“ 20 Tänzer mit ihr auf der Bühne. Dazu kamen 200 Kilogramm Konfetti und 48 Produktionslastwagen, die das Material in die Stadt brachten. Eine Stadiontour ist also ein riesiger logistischer Apparat.

„Leider hat das seinen Preis“

Image: IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Helene Fischer weiß, dass viele Menschen lange auf ein Konzert von ihr sparen. Gerade deshalb wirkt ihre Antwort nicht abgehoben, sondern nachdenklich.

Sie glaubt, dass ihre Fans solche Abende brauchen: dieses Gefühl, einmal den Alltag zu vergessen und für ein paar Stunden in eine andere Welt einzutauchen.

Gleichzeitig räumt sie ein: „Leider hat das seinen Preis. Absolut“. Zuvor hatte sie erklärt, dass ihre Konzerte in Krisenzeiten auch ein Ort sein sollen, an dem Menschen glücklich sein können. Fischer wolle den „Menschen die Sorgen des Alltags nehmen“ und sagt: „Das brauchen die Menschen auch.“

Veranstalter kritisiert hohe Forderungen

Image: IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Die Diskussion betrifft jedoch nicht nur Helene Fischer. Die gesamte Konzertbranche steht unter Druck. Markus Krampe, Veranstalter von Festivals wie dem „Glücksgefühle“-Festival, „80er Live“, „Inselfieber“ und „Rainbow“, sieht ein Problem bei manchen Künstlern und Managements.

Im Gespräch mit express.de sagte er: „Amerikanische Stars haben schon immer unverschämte Preise aufgerufen. Aber jetzt wollen auch deutsche Pop-Künstler, die vor wenigen Jahren 60 Euro pro Karte kosteten, 100 Euro haben. Das macht keiner mit.“

Damit spricht er aus, was viele Fans ebenfalls empfinden: Konzerte werden für viele Haushalte zur Luxusausgabe.

Nicht jedes Stadion war voll

Image: IMAGO / IMAGO / Funke Foto Services
Image: IMAGO / IMAGO / Funke Foto Services

Auch Helene Fischers Tour blieb von dieser Entwicklung nicht völlig unberührt. In München, Zürich, Köln und Dresden waren laut Bericht noch Plätze in den Stadien frei. Stuttgart hingegen war ausverkauft.

In der Schweiz gab es für Anwohner des Stadions sogar Freikarten. Offiziell handelte es sich dabei um eine Entschädigung für die Überschreitung der Nachtruhe bei einem vorherigen Linkin-Park-Konzert.

Tourveranstalter Live Nation widersprach jedoch dem Eindruck, die Tour laufe schlecht. Eine Sprecherin erklärte am Mittwoch, die Ticketverkäufe seien „bislang erwartungsgemäß sehr gut“ verlaufen. Trotzdem zeigt die Debatte: Selbst große Namen müssen sich inzwischen mit der Frage auseinandersetzen, wie viel Konzertfans noch zahlen können und wollen.

- Advertisement -

Neuste Artikel