Ein deutscher Musiker zeigt Haltung – und wird dabei ungewohnt deutlich.
Zwischen Rückblick und neuer Klarheit

Rapper Marteria weiß nach eigener Aussage noch nicht, welcher Partei er bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im September seine Stimme geben wird. Eine Entscheidung steht für den Musiker allerdings bereits fest: Die AfD soll sein Kreuzchen nicht bekommen.
„Ich habe tatsächlich keinen Bock“, dass die Partei die Landesregierung stellt, sagte der 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig betonte Marteria, dass er die Probleme und die Stimmung in Mecklenburg-Vorpommern kenne. Besonders auf Rügen, wo er seit Jahren lebt, nehme er die Unzufriedenheit der Menschen wahr.
Marteria kritisiert AfD

Bereits im April hatte sich der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt, kritisch zur AfD geäußert. Er halte es für falsch, die Partei zu wählen, weil sie seiner Ansicht nach keine Lösungen für die bestehenden Probleme biete.
Gleichzeitig plädiert Marteria dafür, miteinander im Gespräch zu bleiben. Menschen dürften nicht pauschal abgestempelt werden. Gerade angesichts der aktuellen Stimmung im Land sei es wichtig, wieder stärker aufeinander zuzugehen.
Rapper spürt Veränderungen im Alltag

Auch die wirtschaftliche Lage beschäftigt Marteria. Die Inflation nehme er inzwischen deutlich stärker wahr als früher. Er beobachte unter anderem, dass Restaurants weniger besucht würden, Hotels nicht vollständig ausgelastet seien und Urlauber häufiger auf Ferienwohnungen ausweichen würden.
„Ich merke, es verändert sich gerade was, und die Leute sind unzufrieden“, sagte der Rapper. Er wünsche sich deshalb wieder mehr Zusammenhalt.
Dafür brauche es aus seiner Sicht vor allem glaubwürdige Politiker. „Es braucht Menschen mit Rückgrat“, so Marteria. Nur so könnten die Menschen seiner Meinung nach wieder erreicht und für politische Lösungen gewonnen werden.

