Es ist nicht zu fassen: Von diesem TV-Urgestein müssen Zuschauer Abschied nehmen

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Nach außen wirkt es wie ein nüchterner Senderwechsel – doch hinter dem Abschied steckt deutlich mehr.

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Ein Abschied mit Gewicht

Image: IMAGO / Panama Pictures
Image: IMAGO / Panama Pictures

25 Jahre lang war Thorsten Schorn fest im WDR-Kosmos verankert. Seine Laufbahn begann 2001 bei 1Live, später wechselte er zu WDR 2 – und wurde dort für viele Hörer zu einer vertrauten Konstante im Tagesprogramm. Dass diese Ära nun endet, kommt deshalb alles andere als beiläufig daher.

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Besonders bemerkenswert ist der Ton, in dem dieser Abschied beschrieben wird. Schorn selbst blickt offenbar mit großer Emotionalität auf seine Zeit zurück und sagte: „25 Jahre, länger als manche Ehe, was für eine fantastische Zeit – erst bei 1Live und dann bei WDR 2.“ Genau dieser Satz zeigt, dass hier nicht einfach nur ein Job endet, sondern ein langes Kapitel persönlicher und beruflicher Identität.

Im nächsten Abschnitt wird klar, warum der Abschied trotz aller Wehmut nicht wie ein Rückzug wirkt.

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Der Abgang kommt nicht leise

Image: IMAGO / imago/Future Image
Image: IMAGO / imago/Future Image

Sein letzter Einsatz bei WDR 2 ist bereits terminiert: Am 4. September moderiert Thorsten Schorn seine Nachmittagssendung zum letzten Mal. Damit bekommt der Abschied ein festes Datum – und genau das verleiht der Nachricht zusätzliche Dringlichkeit. Es ist kein vager Plan, sondern ein unmittelbar bevorstehender Einschnitt.

Noch spannender ist jedoch, wie Schorn seinen Schritt selbst einordnet. Er will „neue berufliche Wege einschlagen“. Diese Formulierung lässt bewusst offen, was genau als Nächstes kommt – und erzeugt gerade dadurch Neugier. Denn wer seine mediale Präsenz kennt, ahnt schnell: Ganz von der Bild- und Tonfläche verschwinden wird er kaum.

Als Nächstes rückt in den Fokus, warum der WDR diesen Verlust nur schwer kaschieren kann.

Viel Lob – und spürbares Bedauern

Auch auf Senderseite fällt die Reaktion deutlich aus. WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk würdigt Schorn nicht nur höflich, sondern mit auffallend starken Worten. Das lässt erkennen, welchen Stellenwert er intern offenbar hatte – nicht nur als Moderator, sondern als prägende Persönlichkeit.

Besonders ins Auge fällt ihr Statement: „Thorsten ist ein brillanter Moderator, der das Radio liebt. Seine Leidenschaft für das Medium und sein prägnanter, charmant-frecher Stil sind einmalig. Wir bedauern es sehr, dass Thorsten nach so vielen gemeinsamen Jahren nun weiterzieht, respektieren aber natürlich seine Entscheidung. Umso schöner ist, dass er dem WDR und der ARD an anderer Stelle verbunden bleibt.“ Dieses Lob macht klar: Sein Weggang reißt eine spürbare Lücke, auch wenn die Verbindung zum öffentlich-rechtlichen Kosmos bestehen bleibt.

Doch genau dieser letzte Halbsatz wirft die entscheidende Frage auf: Wo wird man Thorsten Schorn künftig weiterhin hören?

Seine Stimme verschwindet nicht

Wer beim Abschied bereits an ein komplettes Medien-Aus gedacht hat, liegt daneben. Denn Thorsten Schorn bleibt auch weiterhin präsent. Schon am 10. September kommentiert er die Verleihung des Deutschen Radiopreises – ein Termin, der zeigt, dass seine Stimme weiterhin gefragt ist.

Hinzu kommt, dass er seit 2024 als Nachfolger von Peter Urban den Eurovision Song Contest kommentiert. Außerdem ist Schorn für den WDR regelmäßig beim Kölner Straßenkarneval als Kommentator und Reporter im Einsatz. Der Bruch mit WDR 2 markiert also keineswegs das Ende seiner öffentlichen Rolle, sondern eher eine Verschiebung seiner Schwerpunkte.

Im nächsten Teil wird deutlich, dass sein Wirkungskreis ohnehin längst weit über das Radio hinausreicht.

Mehr als nur WDR 2

Thorsten Schorn ist schon seit geraumer Zeit nicht allein auf den Hörfunk beschränkt. Auch im Privatfernsehen hat er sich einen festen Platz erarbeitet. Dort ist er als Off-Stimme zu hören und bringt genau jenen wiedererkennbaren Stil ein, für den ihn viele Zuschauer und Hörer kennen.

Genannt werden dabei Formate wie „Prince Charming“ und „Shopping Queen“ bei RTL. Das zeigt: Sein berufliches Profil ist längst breiter geworden, als es der reine Blick auf WDR 2 vermuten lässt. Vielleicht ist genau das der eigentliche Schlüssel zu seinem jetzigen Schritt – ein Moderator, der längst mehrere Bühnen bespielt, ordnet seine Karriere neu.

Bevor sich das Bild schließt, lohnt noch ein Blick auf die persönliche Dimension dieses öffentlichen Abschieds.

Hinter der Entscheidung steht ein neues Kapitel

Image: IMAGO / Horst Galuschka
Image: IMAGO / Horst Galuschka

Bei Thorsten Schorn war in den vergangenen Jahren nicht nur die berufliche, sondern auch die private Seite stärker sichtbar geworden. Dadurch wirkt sein jetziger Schritt noch persönlicher: Er erscheint nicht wie ein abrupter Abbruch, sondern wie der bewusste Aufbruch in eine neue Phase.

Besonders in Erinnerung geblieben ist sein offener Satz aus dem Jahr 2014, als er am Ende einer 1Live-Sendung sagte: „Ich bin Thorsten Schorn und schwul und tschüss.“ Zuletzt zeigte er sich zudem im Juni 2026 beim Sommerfest der Film- und Medienstiftung NRW in Köln gemeinsam mit seinem Ehemann Peiro. So fügt sich am Ende alles zu einem stimmigen Bild: Thorsten Schorn verlässt zwar nach 25 Jahren WDR 2 – aber nicht die Medienwelt. Vielmehr startet er sichtbar, selbstbewusst und mit reichlich Erfahrung in den nächsten Abschnitt seiner Laufbahn.

Und genau darin liegt die eigentliche Pointe dieser Nachricht: Der Abschied ist nicht das Ende einer Stimme – sondern der Anfang ihres nächsten Kapitels.

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